Zuletzt aktualisiert am 11. September 2026 von Tanja
Der August ist der Monat, in dem der Quadratgarten alles auf einmal will: ernten, ernten, ernten, und nebenbei schon an den Herbst denken. Bei mir kamen dieses Jahr eine Tomatenschwemme, drei magere Hokkaido, ein Sack voller Larven und ein Pilz am Maiskolben (den anderenorts Spitzenköche auf den Teller bringen) zusammen. 🌽
Diesen Rückblick gab es zuerst live beim Gartenblick, meinem Zoom-Treffen am ersten Montag im Monat. Hier bekommst du ihn zum Nachlesen, mit allen Bildern aus vier Wochen Quadratgarten.
Der August auf einen Blick
Geerntet: Tomaten in Mengen, Zucchini, Gurken, Buschbohnen, Möhren, Kartoffeln, Sommerlauch, Zuckermais, die ersten Chilis und Paprika.
Gesät und gepflanzt: Winterlauch, Spitzkohl, Kopf- und Schnittsalat, Asia-Salat, Radieschen, Spinat und Zwiebeln zum Überwintern.
Schiefgelaufen: Die Zwiebelgewächse bleiben dünn, vom Hokkaido gibt es nur drei Früchte, auch der Zuckermais bleibt quantitativ unter seinen Möglichkeiten und der Mehltau hat Gurke, Zucchini und Kürbis erwischt.
Die Ernte im August
Angefangen hat der Monat harmlos: eine gelbe Zucchini hier, ein paar Kartoffeln und Möhren da. Und dann wollte ich schöne Erntevideos haben. 🫣
Ich bat meinen Göttergatten, mit der Kamera rauszukommen und mich beim Pflücken zu filmen. Nur passte das eine Woche lang nie zusammen: Entweder hatte er keine Zeit, oder die Sonne stand zu hoch, oder es regnete. Also habe ich nicht geerntet, sondern gewartet. Und gewartet.
Als es dann endlich klappte, war der Korb in fünfzehn Minuten voll und einige Tomaten schon aufgeplatzt. Nach der fünften oder sechsten Tomatenpflanze hatte mein Mann übrigens genug und meinte, es sei jetzt langsam mal gut. 😄 Für den Rest habe ich am nächsten Tag allein weitergeerntet.

Weil ich nicht gerne einkoche, ist aus einem Teil Tomatensuppe geworden, die jetzt eingefroren im Gefrierschrank steht. Zwei Gläser kamen direkt in den Kühlschrank und waren nach zwei Tagen weg.
Und damit sind wir bei meinem größten Learning der Saison: 13 Tomatenpflanzen sind zu viel für mich. Nächstes Jahr werden es sechs. Mal sehen, ob ich mich im März noch daran erinnere. 😉
Was in diesem Jahr nicht geklappt hat
Es geht nie alles auf. Bei mir waren es dieses Jahr die Zwiebelgewächse, und zwar vom Frühling an.
Die Frühlingszwiebeln aus der Direktsaat sehen im September immer noch aus wie Schnittlauch. Die vorgezogenen sind ein bisschen besser geworden, haben aber auch aufgehört zu wachsen. Und mein Sommerlauch? Achtzehn Stangen, alle dünn, mit ersten Rostflecken und der Neigung, umzukippen. Die kommen jetzt nach und nach raus.
Beim Kürbis lief es auch anders als geplant. Nachdem mir schon im Juli der Haupttrieb abgebrochen war, ging es ungeschickt weiter. Weil eine Frucht direkt auf der Erde lag, wollte ich sie etwas trockener legen, habe daran herumgefummelt und sie prompt ebenfalls abgebrochen. 😩 Reif genug war sie zum Glück schon. Von der ganzen Hokkaido-Pflanze werden es trotzdem nur drei Früchte. Zwei weitere Ansätze hat sie selbst abgeworfen. Fünf hätte ich schon gerne gehabt.
Und bei den Tomaten hat mich die „Viva“-Serie geschmacklich nicht überzeugt. ‘Vivaroma’ und ‘Sunviva’ sind gesund geblieben, keine Frage, aber sie platzen schnell auf und bleiben aromatisch eher durchschnittlich. Die baue ich nicht wieder an. Es gibt so viele Sorten, da probiere ich lieber etwas Neues.
Eine Lehre in Sachen Licht hat mir außerdem meine Chili ‘Blended Lemon’ erteilt, die Nachfolgerin der ‘Lemon Drop’. Sie stand im selben Quadratbeet wie der Mais, die Stangenbohnen und die große Zucchini, und alle drei haben ihr das Licht weggenommen. Fünf Schoten habe ich trotzdem abgepflückt, ein paar grüne hängen noch dran. Mit Sonne wäre sie deutlich produktiver geworden. Nächstes Jahr stelle ich sie lieber in einen Topf ins Anzuchthäuschen.

Der Pilz am Maiskolben: mexikanischer Trüffel im Quadratbeet
Und jetzt zu dem, was mich im August am meisten fasziniert hat. Beim Ernten habe ich zwei Maiskolben aufgemacht und statt goldgelber Körner silbrig-graue Beulen gefunden, die aussahen, als hätte jemand Kaugummi zwischen die Reihen geschoben. 🫣
Das ist der Maisbeulenbrand, botanisch Ustilago maydis. Ein Mitesser der besonderen Art: Der Pilz dringt in die noch jungen, wachsenden Maiskörner ein und bringt sie zum Wuchern. Warme, trockene Sommer mag er besonders gern.
Bei uns gilt er als Ärgernis. In Mexiko wird er gefeiert. Dort heißt er Huitlacoche (sprich: wietla-kotsche), das Wort kommt aus dem Nahuatl, der Sprache der Azteken. Die Beulen wandern dort mit Knoblauch in die Pfanne und landen in Tacos, Quesadillas oder Suppen. Die europäische Spitzenküche verkauft sie als „mexikanischen Trüffel“, in der Schweiz ist der Pilz sogar offiziell als Speisepilz zugelassen. Geschmacklich soll er süßlich, nussig und pilzig sein, mit einer feinen Vanillenote.


Wenn du ihn probieren magst, kommt es auf den Zeitpunkt an. Essbar sind nur die jungen Beulen, solange sie fest, geschlossen und innen cremig-weiß bis grau-blau sind. Sobald sie schwarz werden und stäuben, ist der Zug abgefahren, dann stecken darin nur noch Millionen Sporen. Beulen, an denen zusätzlich Schimmel sitzt, bleiben grundsätzlich draußen.
Meine waren, als ich sie entdeckt habe, längst zu weit. Ich bin ehrlich gesagt auch nicht besonders scharf darauf, sie zu probieren. 😏
Neun Kolben von 16 Pflanzen: meine Mais-Bilanz
Befallen waren bei mir übrigens nur zwei Kolben. Neun weitere waren vollständig ausgebildet und sind sofort auf dem Teller gelandet. Nicht viel, aber immerhin lecker.
Zufrieden bin ich damit trotzdem nicht. Bei 16 Pflanzen erwarte ich mindestens 16 Kolben, denn eine Maispflanze bildet in guten Zeiten auch zwei bis drei Stück aus. Theoretisch wären also bis zu 32 drin. So viele habe ich allerdings noch nie geerntet. 😅
Woran es liegen könnte, habe ich inzwischen im Verdacht: In diesem und im letzten Jahr habe ich den Mais direkt ins Quadrat gesät, weil ich von einer Erwerbsgärtnerin gehört hatte, dass er dann besser trägt. Bei mir war es genau umgekehrt. In beiden Direktsaat-Jahren habe ich deutlich weniger geerntet als in den Jahren davor, in denen ich die Pflänzchen vorgezogen habe. Nächstes Jahr ziehe ich sie also wieder vor.
Übrigens: So erkennst du reifen Zuckermais
Woran du siehst, dass ein Kolben so weit ist:
Wichtig ist außerdem, dass genügend Pflanzen dicht beieinander stehen, sonst klappt die Bestäubung nicht und die Kolben bleiben lückig. Bei mir ist die Spitze oft nicht vollständig befruchtet, die schneide ich einfach ab. Gegessen haben wir den Mais immer sofort: schälen, fünf Minuten in heißes Wasser, mit Butter und Salz auf den Teller. Mehr braucht es nicht. 🌽
Rosenkäferlarven im Kartoffelsack: Nützling oder Mitesser?
Beim Durchsortieren eines 30-Liter-Pflanzsacks mit Kartoffeln der Sorte ‘Nemo’ sind mir rund 20 dicke, weiße Larven über den Weg gelaufen: identifiziert als Rosenkäferlarven.




Woran du Rosenkäferlarven erkennst
Rosenkäferlarven fressen totes, verrottendes Material und sind damit eigentlich fleißige Helfer. Deshalb töte ich sie nicht. Zwanzig Stück in einem einzigen Sack kamen mir aber doch reichlich vor, und ich hatte schon im Frühjahr den Verdacht, dass in dieser Menge und auf so kleinem Raum auch mal eine Wurzel dran glauben muss. Der lockere Mel’s Mix scheint ihnen als Kinderstube gut zu gefallen.
Meine Lösung: Ich habe alle Larven eingesammelt und auf den Kompost umgesiedelt. Dort finden sie reichlich totes Material und gehen meinen Aussaaten nicht an die Wurzeln. Eine faire Chance für alle, auch für die Vögel, falls sie schnell genug waren. 😉
Winterlauch pflanzen: Schritt für Schritt
Während der Sommerlauch abtritt, zieht der Winterlauch ein. Geerntet wird er erst im nächsten Frühjahr, gepflanzt wird er jetzt.
Angezogen habe ich ihn in der Seed Snail, einer aufgerollten Anzuchtmatte. Für Lauch, Zwiebeln, Lauchzwiebeln und übrigens auch für Mais finde ich die deutlich besser als einen Topf, weil die Pflänzchen darin in die Tiefe wurzeln können. Meine Rolle war rund 20 cm hoch, und die Wurzeln haben sie komplett durchzogen.
So gehe ich beim Pflanzen vor:
Zur Größe sagt die Regel aus dem Profi-Anbau: bleistiftdick pflanzen. Meine sind meistens etwas dünner, und es klappt trotzdem.
Eine Panne gab es auch hier: Geplant war die Pflanzung für Anfang August, tatsächlich kam der Lauch erst am 18. August ins Beet. Die Möhren im Vorkultur-Quadrat hätte ich schon früher ziehen können, das habe ich schlicht verbummelt. Drei Wochen sind im August eine Hausnummer, weil da noch richtig viel Wachstum drinsteckt. Was du im Juni verschiebst, holt die Pflanze im Juli viel leichter auf als das, was im September nachhinkt.
Mehltau an Gurke, Zucchini und Kürbis
Ende August war es dann so weit: Gurke, Zucchini und Kürbis haben Mehltau. Beide Sorten von Mehltau sehen sehr unterschiedlich aus, und es lohnt sich, genau hinzuschauen.
Echter oder Falscher Mehltau? So erkennst du den Unterschied
Bei meiner Gurke ‘Marketmore’ ist es der Falsche Mehltau. Je älter ein Blatt, desto schneller wird es knusprig und vertrocknet.
Mehr über den Echten Mehltau, die Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer, die ihn zum Fressen gern haben, und mein Natron-Rezept findest du in meinem Beitrag „Sommer, Sonne, Mehltau!“.


Ich spritze dagegen nicht. Um diese Jahreszeit gehört der Mehltau bei mir einfach dazu, und die Pflanzen tragen trotzdem weiter. Was ich ihnen gönne, ist eine leichte Blattdüngung mit Algen-Extrakt, aber nur auf die jungen, gesunden Blätter oben. Die können die Nährstoffe noch aufnehmen und schieben munter neue Gurken nach.
Ich hatte mal eine Gurke, die sah schon im August aus wie das Leiden Christi und hat trotzdem bis in den Herbst getragen. Solange etwas Neues nachkommt, darf sie bleiben.
Eine Strategie, die sich bewährt hat: eine zweite Gurke nachpflanzen. Ich habe Ende Juni eine Einlegegurke an eine andere Stelle gesetzt, ungefähr sechs Wochen nach der ersten. Die fängt jetzt erst an, Früchte zu bilden, und übernimmt, wenn die erste nachlässt. So kannst du im Idealfall bis zum Frost durchernten.
Was ich im August gesät und gepflanzt habe
Zwischen all der Ernte ziehen auch immer noch neue Kulturen ein. Das ist das Schöne am Quadratgärtnern: Wird ein Quadrat frei, kommt sofort das nächste rein.
In die Beete habe ich folgende vorgezogene Pflänzchen gesetzt: Spitzkohl ‘Chateau Renard’, der Schnittsalat ‘Witte Dunsel’, der Eichblattsalat ‘Piro’, ein Perpetual Spinach (ein Schnittmangold mit zarten Blättern, den du wie Spinat verwenden kannst) und der Mini-Kopfsalat ‘Tom Thumb’, von dem gleich vier Stück in ein Quadrat passen, weil er so kleine Köpfe macht.
Gesät habe ich Radieschen ‘18 Tage’, Asia-Salat und Spinat. Bei den Radieschen bin ich skeptisch, denn an dieser Stelle steht hinten hoher Kohl und daneben dichter Sellerie. Da kommt kaum Licht an, und die Pflanzen fangen an zu vergeilen. Das passiert bei einem ungünstig gelegenen Quadrat, wenn du später im Jahr nachsäst: Die Nachbarn sind groß, das Quadrat liegt im Schatten und der Boden ist schon stark durchwurzelt.
Der rotadrige Spinat ‘Beaujolais’ ist übrigens fast gar nicht gekeimt, drei Keimlinge insgesamt. 😩 Ich habe jetzt ‘Matador’ nachgesät. Der Asia-Salat dagegen kam mit frischem Saatgut komplett hoch, und Asia-Salat und Radieschen laufen im Herbst sowieso meistens besser als im Frühjahr.
Der Käfig gegen die scharrende Amsel
Eine meiner Amseln hat es sich zur Aufgabe gemacht, mir jede frische Aussaat zu zerwühlen. Meine Lösung war schnell gebaut und kostet nichts, wenn du noch Gitter übrig hast:


Ein schöner zweiter Einsatzzweck für die Schablone. 😊 Und wenn du keine hast: Auch die Bodenplatten aus alten Anzuchthäuschen taugen gut zum Drüberlegen. Irgendetwas über der frischen Aussaat hilft eigentlich immer, gerade jetzt, wo die Amseln so aktiv sind.
Was jetzt im September noch in die Erde darf
Im September wird die Auswahl kleiner, aber ganz aufhören musst du nicht. Und es lohnt sich doppelt: Du erntest im nächsten Jahr früher, und dein Boden bleibt durchwurzelt und bedeckt, statt den Winter über nackt dazuliegen.

Wintersalate. Ich habe ‘Baquieu’, ‘Altenburger Winter’ und den Eichblattsalat ‘Piro’ gesät. Die sollen als ganz kleine Pflanzen in den Winter gehen, ausgepflanzt wird im Oktober. Letztes Jahr war ich vier bis fünf Wochen früher dran, die Pflanzen waren beim Auspflanzen zu groß und sind mir im Freiland erfroren. Deshalb dieses Jahr bewusst später.
Ich mache diesmal einen Versuch: Ein Beet decke ich ab, ein anderes bleibt ungeschützt. Wenn du abdeckst, dann bitte luftig, denn unter einer dichten Abdeckung wird es schnell stickig-feucht, und das mag Salat noch weniger als Kälte.
Asia-Salat, Radieschen, Feldsalat und Spinat gehen auch jetzt noch, wenn der Platz hell genug ist.
Wintersteckzwiebeln und Knoblauch dagegen erst ab Oktober, keinesfalls früher. Die sollen klein bleiben und gerade so grün herausschauen. Werden sie vor dem Winter zu groß, frieren sie zurück, das schwächt die Pflanze und sie muss im Frühjahr komplett neu durchtreiben.
Und wenn nichts mehr kommt: Auf abgeerntete Beete streue ich Gründüngung, zum Beispiel „Schneller Bodendecker“ (bis Ende September) oder „Wickroggen“ (bis Ende Oktober), beide von Bingenheimer Saatgut. Mein Kartoffelbeet überlege ich noch komplett zu räumen und dort ein «Herbstfreude»-Beet-Rezept unterzubringen. Mal sehen, ob ich es zeitlich schaffe. 😊


Und weil ich sie nicht unterschlagen will: Meine schönste Überraschung des Jahres ist die Hängetomate ‘Small Egg’. Sie stand ohne jede Pflege da, hat keine Spur von Krautfäule und wird jetzt Anfang September erst so richtig schön. Winzige, eiförmige Früchte, an manchen Rispen habe ich fünfzehn Stück gezählt. Sie steht jetzt auf einem Stuhl in der Mitte zwischen meinen Quadratbeeten, was dazu führt, dass ich im Vorbeigehen permanent nasche. Für nächstes Jahr habe ich schon Samen fermentiert. 💚
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Eure Fragen aus dem Gartenblick
Meine Tomaten schmecken dieses Jahr fade. Woran liegt das?
Das habe ich genauso beobachtet, und zwar quer durch alle Sorten. Selbst meine ‘Mexikanische Honigtomate’, sonst eine Geschmacksbombe, hatte im Hochsommer wenig Aroma. Ab Mitte August war der Geschmack plötzlich wieder da. Eine sichere Erklärung habe ich nicht. In den sozialen Medien wurde viel über die Hitze gemutmaßt, aber meine Tomaten sind ganz normal rot geworden, nur einen Ticken später als sonst. Auch die Viva-Sorten haben etwas an Geschmack zugelegt, aber ganz überzeugt haben sie mich nicht.
Meine Maiskolben sind noch klein. Werden die noch etwas?
Gut möglich. Schau dir die Fäden oben am Kolben an: Sind sie noch hell, lass ihn auf jeden Fall hängen. Meine habe ich auch noch am 30. August geerntet. Öffne einen Kolben vorsichtig und prüfe, ob die Körner schon gelblich sind und beim Anpieksen nachgeben. Wichtig ist außerdem, dass genügend Pflanzen dicht beieinander stehen, sonst klappt die Bestäubung nicht.
Wie fermentiere ich Tomatensamen?
Samen mitsamt dem Glibber in ein kleines Schraubglas geben, der Glibber ist wichtig, sonst kommt die Gärung nicht in Gang. Bei Sorten mit wenig Glibber, etwa Fleischtomaten oder ‘San Marzano’, hilft ein Schuss Wasser und eine Prise Zucker. Etwa eine Woche stehen lassen und täglich einmal schütteln, dabei den Deckel kurz anlüpfen, damit das Gas entweicht. Fertig ist es, wenn sich die Samen nach dem Schütteln zügig absetzen. Dann mit Wasser auffüllen, abgießen, durch ein Sieb spülen und sofort dünn auf mehrlagigem Küchenpapier verteilen. Nach zwei bis drei Tagen sind sie trocken, lassen sich einzeln abschieben und keimen später sogar etwas schneller.
Bei mir ist der Lauch gut geworden, die Lauchzwiebeln aber gar nicht.
Willkommen im Club. Bei mir wollten die Zwiebelgewächse dieses Jahr fast alle nicht. In einem anderen Garten kann das komplett anders aussehen, und nächstes Jahr sieht es bei dir vielleicht wieder ganz anders aus. Ich probiere es jetzt mit gesäten Zwiebeln, die klein überwintern sollen.
Mehltau habe ich auch überall. Was ist dieses Jahr los?
Um diese Zeit ist Mehltau eigentlich normal, ich habe ihn fast jedes Jahr ähnlich. Wer ihn hinauszögern will, kann die Pflanzen über die Saison mit Ackerschachtelhalm stärken. Bei mir dürfen die Pflanzen einfach damit alt werden, solange sie noch tragen.
Deckst du deine Wintersalate ab?
Ich probiere dieses Jahr beides: ein Beet mit Schutz, ein anderes ohne. Im letzten Jahr war es am Ende egal, überlebt hat keiner von beiden, wahrscheinlich weil meine Pflanzen zu groß in den Winter gegangen sind. Wenn du abdeckst, dann luftig, sonst wird es darunter stickig-feucht.
Wie geht es weiter?
Der nächste Gartenblick ist am Montag, 5. Oktober um 19 Uhr. Und in der ersten November-Hälfte biete ich einen Workshop zur Anbauplanung an, mit drei Live-Terminen, meinen Planungsunterlagen und individuellem Feedback auf deinen Plan. Wenn du sowieso schon an 2027 denkst, wartest du damit vielleicht und wir machen es zusammen. 😉
Wie ist dein August gelaufen? Schreib es mir gerne in die Kommentare, ich freue mich über jeden Bericht aus deinem Beet. 💚
Let’s grow – Quadrat für Quadrat! 😄
Deine Gartentanja 💚
Hallo, ich bin Tanja
Seit 2013 gärtnere ich im Quadrat. Meine Beete sind in 30-cm-Quadrate aufgeteilt, in jedem wächst eine andere Gemüseart. Ist ein Quadrat abgeerntet, zieht sofort die nächste ein. So habe ich auf wenigen Quadratmetern jeden Tag etwas zu ernten, von Januar bis Dezember, ohne Umgraben und ständiges Jäten.
Als zertifizierte Square Foot Gardening Instructor begleite ich dich auf dem Weg zum erntereichen Quadratgarten. Auf diesem Blog und beim Gartenblick zeige ich dir ehrlich, was bei mir funktioniert und was nicht, damit du mit wenig Platz und wenig Zeit deinen eigenen Erntekorb füllst.