Zuletzt aktualisiert am 6. September 2026 von Tanja

Nach dem desaströsen Tomatenjahr 2025 wollte ich für 2026 mit den Tomaten auf Nummer sicher gehen und habe hauptsächlich Sorten gewählt, die als widerstandsfähig gegen Kraut- und Braunfäule gelten.

Wie ich Freilandtomaten grundsätzlich anziehe, welche Sorten sich bewährt haben und was gegen die Kraut- und Braunfäule wirklich hilft, findest du gesammelt in meinem Ratgeber „Tomaten im Freiland“. Hier bekommst du das Tagebuch dazu: wie es 2026 bei mir tatsächlich gelaufen ist, mit allen Pannen und Ernten.

In den Quadratbeeten im Freiland habe ich vier Quadrate für Tomaten vorgesehen. Zwei Plätze hinten an der Rankhilfe für wachsfreudige, hohe Sorten, die ich dort mehrtriebig über die gesamte Breite von 120 cm ziehe, und zwei Plätze im vorderen Bereich für niedrige Buschtomaten. Zusätzlich werde ich sechs Sorten in 30-Liter-Pflanzsäcken kultivieren, die vor der südlichen Hauswand unter dem Dachüberstand Platz finden.

Sortenwahl

2026 wollte ich mit elf Sorten Tomaten auskommen, je eine Pflanze pro Sorte: Vivaroma, Vivagrande, Sunviva, Vivaoro, Vivarossa, Mexikanische Honigtomate, Black Cherry, Grandma Mary’s Paste (Mom’s Paste), Dattelwein, San Marzano Nano, Goldita.

Die ersten fünf, die „Viva-Sorten“, sind Neuzüchtungen aus einem besonderen Projekt. Sie wurden im Netzwerk des ökologischen Freiland-Tomatenprojekts der Universität Göttingen gezüchtet. Der Fokus lag dabei auf Robustheit gegen die Kraut- und Braunfäule im Freiland, also genau das, was wir Quadratgärtnerinnen uns wünschen. Die Sorten sind unter einer Open-Source-Lizenz angemeldet, damit sie Allgemeingut bleiben und niemand sie einfach wegpatentieren kann. Das Saatgut produziert Culinaris.

Aus dem gleichen Projekt stammt, unter anderem, auch die Sorte ‘Primabella’, die einzige, die im letzten Sommer das Regenwetter ohne zu murren weggesteckt hat und bis zum Frost Früchte lieferte. Mit diesen robusten fünf fühlte ich mich schon mal gut gerüstet für einen tomatenreichen Sommer 2026.

Die ‘Mexikanische Honigtomate’ ist, seitdem ich sie letztes Jahr zum ersten Mal probiert habe, nun fest für jedes Jahr gesetzt. Die kleinen roten Früchte sind einfach zu köstlich.

Die Sorte ‘Black Cherry’ wurde mir von einer Teilnehmerin im Quadrat-Garten-Club wärmstens empfohlen, ebenso wie die Sorte ‘Mom’s Paste’. Diese hatte ich bereits im letzten Jahr angebaut. Sie stand unter freiem Himmel und war die erste, die die Kraut- und Braunfäule dahingerafft hat. Dieses Jahr bekommt sie noch eine Chance.

‘Mom’s Paste’ ist eine Saucentomate, die ihr Aroma erst beim Erhitzen voll entwickelt. Das gilt auch für die Sorte ‘San Marzano Nano’. Das „klein“ bezieht sich hier auf die Wuchshöhe, nicht die Fruchtgröße. ‘Goldita’ ist eine beliebte Kirschtomate mit orangen Früchten, die als robust und unkompliziert gilt. Und die letzte im Bunde ist die Multiflora-Tomate ‘Dattelwein’: Dem Versprechen von bis zu 100 Früchten an einer Traube in Kombination mit der niedlichen Birnchenform konnte ich nicht widerstehen.

Aussaat am 15. März

Praktischerweise war der 15. März 2026 ein Sonntag. Statt in eine Aussaatschale habe ich dieses Jahr in zwei kleine Multitopfplatten mit 3×5 Töpfchen ausgesät. Je Sorte kamen in drei Töpfchen jeweils ein bis zwei Samenkörner.

Wie ich meine Tomaten Schritt für Schritt anziehe, vom Substrat über die Wärmematte bis zum Pikieren, habe ich ausführlich in meinem Ratgeber „Tomaten im Freiland“ aufgeschrieben. Hier erzähle ich dir, wie es 2026 tatsächlich gelaufen ist.

Und da ging es gleich los: Am 18. März habe ich nicht daran gedacht, die Aussaat von der Wärmematte zu nehmen, sodass sich am Morgen des vierten Tages bereits zwei Keimlinge nach dem Licht streckten. Jetzt aber schnell kühler stellen und unter die Zusatzbeleuchtung.

Weil ich dazu neige, Dinge zu vergessen, wenn ich sie nicht direkt vor der Nase habe, standen sie bei mir in der Küche bei zirka 20 °C. Etwas wärmer als ideal, aber die Gefahr, dass die kleinen Töpfe wegen ein paar Tagen Vernachlässigung austrocknen, wog hier einfach höher. In der Küche hatte ich die Babypflanzen die nächsten 12 Tage tagtäglich im Blick.

Nachsaat am 26. März

Leider keimten nicht alle. Von 30 Töpfchen blieben sieben leer. Die Sorte ‘Vivagrande’ war gar nicht gekeimt, und ich hatte auch keine Samen mehr. Zum Glück konnte mir eine Clubgärtnerin aushelfen und hat mir rasch noch ein paar Samen gesendet. Sonst wäre mein Test der Viva-Serie unvollständig gewesen.

Und als ich so in meinen Samenvorräten stöberte, fiel mein Blick auf die letzten Körnchen einer Sorte, die mich 2024 (oder war es schon 2023?) begeisterte: ‘Sunrise Bumblebee’. Nicht nur der Name ist toll, die kleinen Früchte sind so wunderhübsch (orange mit roten Streifen) und lecker, dass ich sie unbedingt mal wieder anbauen wollte. In Sorge, dass sie vielleicht 2027 nicht mehr keimen könnten, wanderten sie auch gleich noch mit ins Aussaattöpfchen.

Pikieren am 30. März

Gute zwei Wochen nach der Aussaat hatten sich die Pflänzchen, abgesehen von den Ausfällen, prächtig entwickelt und nach den Keimblättern ihre ersten echten Blätter gebildet. Zeit, die Kinderstube zu verlassen und in größere Töpfe mit mehr Platz für die Wurzeln umzuziehen. Die nächsten sechs Wochen dürfen sie in 9-cm-Rechtecktöpfen groß werden.

Eine Sorte hat es leider nicht geschafft: ‘Goldita’ wuchs verkrüppelt, vermutlich ein Defekt. Auf den Pikierbildern ist sie noch mit dabei, ins Beet gesetzt habe ich sie dann aber nicht mehr.

Ab jetzt dürfen sie im kühleren, etwas abgelegenen Zimmer stehen. Durch die größeren Töpfe reicht es, zweimal pro Woche zum Gießen vorbeizuschauen. Auch jetzt im April lasse ich sie noch unter Zusatzlicht stehen, das über eine Zeitschaltuhr täglich 12 Stunden leuchtet.

Schon eine Woche später sind sie merklich gewachsen und haben ein weiteres Blattpaar gebildet. Ab jetzt kann man ihnen beim Wachsen förmlich zuschauen, so rasant geht es weiter.

Abhärten ab 15. April

Ab Mitte April durften die Jungpflanzen tagsüber nach draußen. Wie das Abhärten Schritt für Schritt läuft, steht im Ratgeber „Tomaten im Freiland“. Und wie immer habe ich mir dabei einen Klassiker eingefangen: Sonnenbrand auf den Blättern, weil die Töpfe zu schnell zu viel pralle Sonne abbekamen. Passiert mir fast jedes Jahr, dieses Jahr auch wieder, wie hier auf den Fotos deutlich zu sehen.

Eine meiner besten Anschaffungen war mein begehbares Anzuchthäuschen. Dort können die Jungpflanzen im April die meisten Nächte verbringen, und ich muss sie nicht ständig vom Wohnhaus hin und her tragen. Ich lasse die Tomatenpflanzen bis zu einer Nachttemperatur von 5 °C draußen im Häuschen, wenn sie gut abgehärtet sind. Mancher ist vorsichtiger und setzt die Mindesttemperaturgrenze bei 8 °C, andere behaupten, dass Tomaten auch Temperaturen um die Null Grad überstehen.

Das Null-Grad-Experiment

Ob Tomaten tatsächlich Temperaturen gegen Null Grad tolerieren, habe ich in diesem Jahr eher unfreiwillig getestet. Gegen Ende April besuchten uns die Eisheiligen, sprich, es wurde nach frühlingswarmen Tagen nochmal richtig kalt.

Meine Tomaten standen schon etliche Tage tagsüber draußen und des Nachts im Anzuchthäuschen. Als ich realisierte, dass wir des Nachts wohl unter meine Tomatengrenze von 5 Grad fallen würden, lag ich bereits im Bett. Der Wille war da, aber das Nachthemd war dünn. Mit dem Gedanken „Es wird schon nicht so schlimm werden“ schlief ich also ein. Die Temperatur fiel auf 1-2 °C.

Als ich meine Schützlinge am nächsten Morgen besuchte, sahen sie unverändert aus. Keine schlappen Blätter, alles gut so weit. Vielleicht wurde ich etwas übermütig … und ließ sie die nächste Nacht bei ähnlichen Temperaturen gleich nochmal draußen.

Nun ja, was zu viel ist, ist zu viel. Gestern noch saftig grün, leuchteten mich nun die Blätter in hellem Gelb an. Die Pflanzen zeigten mir sprichwörtlich mit einer gelben Karte, was sie von meiner Vernachlässigung hielten. Was war passiert? Die Kälte führte zu einer Aufnahmestörung und damit zu einem massiven Nährstoffmangel.

Eine Düngegabe über das Gießwasser zeigte keine Besserung. Warum auch? Es waren ja auch bereits genügend Nährstoffe in der Erde vorhanden. Die Wurzeln konnten sie nur nicht aufnehmen, und dieser Zustand hielt erstmal an. Bei genauerer Betrachtung sah mir das Ganze nach einem starken Eisenmangel aus.

Nun lässt sich Eisenmangel meist ganz fix über eine Blattspritzung mit Eisendünger beheben. In meinen Düngevorräten befand sich noch Ferramin Eisendünger von Neudorff. Also ab damit in einen Pflanzensprüher (natürlich gemäß Herstellerangabe verdünnt) und die Tomatenpflanzen damit richtig schön nass eingenebelt. Ich war gespannt.

Eine Blattdüngung mit Eisen ist so, als würde man die Pflanzen grün anmalen … nicht ganz so direkt, aber fast: Bereits am nächsten Tag war eine deutliche Besserung zu sehen, und nur vier Tage später sahen meine Tomatenpflanzen wieder aus wie neu.

Noch mal Glück gehabt! Zu empfehlen ist der Kältetest mit Tomatenpflanzen aber natürlich nicht. Und: Je kleiner die Tomatenpflanzen sind, umso schlechter vertragen sie zu niedrige Temperaturen. Meine waren schon recht groß, gut abgehärtet und robust. Darum haben sie ohne großen Schaden überlebt.

Auspflanzen ab 17. Mai

Es ist wieder Sonntag. Genau 9 Wochen nach der Aussaat ziehen die ersten Tomatenpflanzen an ihren diesjährigen Wachstumsort.

Die Pflanzen sind inzwischen 30 bis 50 cm hoch, kräftig und mehr als bereit, ihre Wurzeln im Beet so richtig auszustrecken. Alle haben bereits Blütenansätze gebildet.

Die Sorten ‘Vivaroma’ und ‘Sunviva’ pflanze ich jeweils in ein Quadrat mittig hinten an die Rankhilfe. ‘Vivaoro’ bekommt einen Platz auf der vorderen Quadratbeet-Ecke, und ‘Vivarossa’ wird ebenfalls vorne in ein Quadratbeet gepflanzt.

Die Jungpflanzen werden etwa 10 cm tiefer, als sie im Topf standen, in die Erde gesetzt. Dafür habe ich zwei Tage zuvor bereits die untersten Blätter entfernt, damit die Wunden verkorken konnten. Wie das Auspflanzen ins Quadratbeet und in den Pflanzsack im Detail abläuft, findest du Schritt für Schritt im Ratgeber „Tomaten im Freiland“.

In den nächsten Tagen wanderten die übrigen Tomatenpflanzen nach und nach in jeweils einen 30-Liter-Pflanzsack. Ganz unten kam bei mir eine Schicht naturbelassene Schafwolle hinein, die als Wasserspeicher dient und langsam Stickstoff abgibt, darauf Mel's Mix.

Halt geben dreibeinige Tomaten-Rankhilfen, die bis auf den Boden im Sack stecken. Für die über 2 m hoch wachsenden Sorten habe ich sie um eine Einheit verlängert, und genau da wurde es dieses Jahr spannend: Meine ‘Black Cherry’ ist im Sack samt Rankhilfe umgekippt. Zum Glück ist nichts abgebrochen. Ich habe dann neben den Sack einen langen Metallstab in den Boden getrieben und die Rankhilfe daran befestigt. Merke: Hohe Sorten im Sack brauchen zusätzlich eine Sicherung gegen Umfallen.

Zugabe

Zusätzlich zu meinen geplanten 11 Sorten bekam ich in diesem Jahr noch zwei weitere Pflänzchen von einer lieben Gartenfreundin: die Zwergtomate (Micro Dwarf) ‘Laura’ und die Ampeltomate ‘Small Egg’.

‘Laura’ begeistert mich mit einer unglaublichen Fruchtfülle für so eine kleine Tomate. Ich habe sie in einen Topf mit nur ca. 10 Liter gesetzt, und sie fühlt sich dort bislang sehr wohl.

Bei ‘Small Egg’ habe ich die Wuchsform zu spät realisiert und sie mit Rankhilfe in einen Pflanzsack gesetzt … in einer Ampel oder wenigstens auf der Ecke im Hochbeet wäre sie besser aufgehoben gewesen.

Meine 13 Tomaten-Sorten im Überblick

1. Vivaroma

Das sagt die Sortenbeschreibung

Schwachwüchsige Stabtomate, ca. 150-200 cm hoch
Frucht: rote, runde Früchte mit 40-70 g
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Vivaroma ist etwas für alle, die ein intensives, ausgewogenes Tomatenaroma lieben. Die klassisch roten Früchte sind saftig und haben eine angenehm dünne Schale. Mit rund 50 g ist sie eine eher kleine Salattomate, die sich wunderbar zum Naschen und Frischverzehr eignet. Die Pflanze ist robust und relativ tolerant gegenüber der Kraut- und Braunfäule, deshalb fühlt sie sich auch ungeschützt im Freiland wohl. Die Wüchsigkeit ist mäßig, die Fruchtreife mittelfrüh.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Culinaris

Meine Erfahrung

Standort bei mir: Quadratbeet, Freiland
Wuchshöhe bei mir: rund 1,80 m, mehrtriebig über die ganze Breite der 1,20-m-Rankhilfe, aber eher spärlich
Erste Ernte: 10. Juli
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 25 g
Ernte bis 1. September: 1,04 kg

Das Beste zuerst: Vivaroma war bei mir die früheste von allen. Die allererste reife Tomate der ganzen Saison kam von ihr, am 10. Juli, gleich zwei rote Früchtchen auf einmal. 🍅 Gewachsen ist sie ordentlich und hat im Laufe des Julis meine komplette Rankhilfe erobert, 1,80 m hoch und über die volle Breite von 1,20 m, allerdings eher licht und spärlich. Hochgeleitet habe ich sie mehrtriebig.

Trotz des frühen Starts ist die Erntemenge eher überschaubar. Bis zum 1. September habe ich gut 1 kg geerntet. Da waren andere Sorten großzügiger.

Gesundheitlich würde ich sie als mittelmäßig einordnen. Von Braunfäule bisher keine Spur, so weit ist sie gesund. Anfang August bekam sie aber im unteren Bereich plötzlich viele gelbe Blätter, ein klarer Nährstoffmangel, keine Krankheit. Ich vermute den Beetnachbarn dahinter: Direkt daneben wächst ein Rosenkohl im Quadratbeet, und der ist ein ziemlicher Vielfraß. Für die Tomate blieb da wohl etwas wenig übrig. Ich habe die gelben Blätter entfernt und einmal nachgedüngt.

Was mich richtig gestört hat: Die Früchte platzen extrem leicht. Schon im Juli, als es bei uns kaum geregnet hat, sind einzelne aufgeplatzt. Sobald sie einen Tick überreif sind, reißen sie sofort auf. Und im August, als es feucht, kühl und regnerisch wurde, sind mir fast alle Früchte geplatzt. 😩

Und dann noch das: Ihrem Namen macht die Vivaroma keine Ehre. Aroma ist echt zu viel gesagt, sie schmeckt sehr durchschnittlich. Unter einer Aromatomate stelle ich mir ehrlich gesagt etwas ganz anderes vor.

Mein Fazit steht deshalb jetzt schon fest: Die Vivaroma baue ich nicht noch einmal an. Das viele Aufplatzen und der maue Geschmack sind es mir einfach nicht wert.

17. Mai
10. Juni
21. Juni
4. Juli
10. Juli
22. Juli
21. August
21. August
1. September

2. Vivagrande

Das sagt die Sortenbeschreibung

Schwachwüchsige Stabtomate, ca. 100-180 cm hoch
Frucht: große, rote Früchte mit ca. 200 g
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Vivagrande ist eine echte Fleischtomate für draußen, und das mit einer herausragenden Widerstandskraft gegen die Kraut- und Braunfäule. Für alle, die Fleischtomaten im Freiland ernten wollen, ist sie ein kleines Muss. Die roten Früchte wiegen um die 200 g und haben eine für Fleischtomaten auffallend gute Qualität. Der Geschmack ist mild und ausgewogen. Durch das feste Fruchtfleisch ist Vivagrande eine tolle Kochtomate, von der sich auch größere Mengen schnell verarbeiten lassen. Die Pflanze wächst nur mäßig hoch und lässt sich deshalb unkompliziert im Kübel oder an einer niedrigen Rankhilfe ziehen.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Culinaris

Meine Erfahrung

Standort bei mir: 30-Liter-Pflanzsack, Freiland
Wuchshöhe bei mir: aktuell rund 1,20 m (im angegebenen Rahmen)
Erste Ernte: 24. August
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: rund 100 g
Ernte bis 6. September: 740 g

Die Vivagrande hat es mir dieses Jahr wirklich nicht leicht gemacht. Schon die ersten Samen wollten partout nicht keimen. Ich habe dann ja Nachschub von einer Clubgärtnerin geschickt bekommen, aber auch der tat sich unglaublich schwer. Die kleinen Pflänzchen wollten einfach nicht wachsen. Ich hatte schon meine selbst gemischte Erde in Verdacht, vielleicht war der Wurmkompost nicht ganz in Ordnung, so genau kann ich es nicht sagen. Ich habe die Pflänzchen dann kurzerhand noch einmal umgetopft, und siehe da, es ging aufwärts.

Durch die späte Nachsaat erst am 26. März und die zähe Anzucht hatte sie also einen richtig verspäteten Start. Im Pflanzsack ausgepflanzt hat sie sich dann aber gut gemacht.

Ihre erste Tomate ist am 24. August reif geworden. Verglichen mit den anderen Fruchtansätzen ist das allerdings ein kleines Exemplar, das auch ein bisschen verkrüppelt aussieht. Am 30. waren noch weitere 4 Tomaten reif, sodass ich inzwischen rund 700 g geerntet habe. Es hängen aber noch viele grüne Früchte, sodass die Gesamterntemenge sicher noch steigt. Generell brauchen Fleischtomaten einfach länger als Cocktailtomaten: Sie müssen erst richtig groß werden und dann noch abreifen, da haben die kleinen Naschtomaten klar die Nase vorn.

Für eine Fleischtomate sind die Früchte mit 100 g Leichtgewichte, aber als Salattomate haben sie eine schöne Größe und sind geschmacklich solide.

In der Höhe liegt sie aktuell bei etwa 1,20 m und bewegt sich damit gut im angegebenen Rahmen. Der Fruchtansatz mit den vielen grünen Früchten ist ordentlich, und die Pflanze ist bislang gesund. Ich bleibe dran. 🌱

16. Juli
22. Juli
3. August
24. August
1. September
1. September

3. Sunviva

Das sagt die Sortenbeschreibung

Wüchsige Stabtomate, über 200 cm hoch
Frucht: kleine, gelbe, runde Früchte mit ca. 20 g
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Sunviva leuchtet mit ihren gelben Früchtchen um die Wette. Sie ist besonders saftig und hat ein starkes, fruchtiges Aroma. Mit rund 20 g eignet sie sich zum Naschen, zum Dekorieren von Salaten und für allerlei Gemüsegerichte. Die Pflanze ist sehr robust und lässt sich gut mehrtriebig ziehen. Der ungeschützte Freilandanbau ist möglich, sie freut sich aber über regelmäßiges Ausgeizen und ein Hochbinden. Wenn du sie gut mit Nährstoffen versorgst, dankt sie es dir mit mehr Ertrag.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Culinaris

Meine Erfahrung

Standort bei mir: Quadratbeet, Freiland
Wuchshöhe bei mir: rund 1,80 m an der Rankhilfe, mehrtriebig gezogen, aber eher spärlich
Erste Ernte: 17. Juli
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 15 g
Ernte bis 1. September: 998 g

Die Sunviva steht bei mir ebenfalls hinten an einer Rankhilfe, allerdings an einem anderen Quadratbeet als die Vivaroma. Hochgeleitet habe ich sie genauso mehrtriebig. Offiziell gilt sie als wüchsige Stabtomate mit über 200 cm, bei mir blieb sie aber eher schwachwüchsig. Bis Mitte Juli hatte sie die Rankhilfe zwar berankt, das Ganze aber ziemlich spärlich, ganz ähnlich wie die Vivaroma.

Die erste gelbe Tomate konnte ich am 17. Juli ernten. Beim Ertrag sieht es leider etwas mau aus: knapp 1 kg bis zum 1. September, damit liegt sie ähnlich wie Vivaroma.

Auch die Sunviva neigt zum Platzen, wenn auch nicht ganz so schlimm wie die Vivaroma. Und geschmacklich? Auch eher durchschnittlich. Damit steht auch bei ihr mein Fazit fest: Ein zweites Mal baue ich die Sunviva nicht an.

17. Mai
17. Mai
21. Juni
1. August
22. August
1. September
1. September

4. Vivaoro

Das sagt die Sortenbeschreibung

Kompakte Buschtomate, ca. 50 cm hoch
Frucht: kleine, gelbe, runde Früchte mit ca. 20 g
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Die Buschtomate Vivaoro ist ertragreich und trägt goldgelbe Früchte mit einem süß-säuerlichen Geschmack, einem spannenden Aroma und angenehmer Konsistenz. Die Pflanze wächst schön buschig mit dichtem Laub und vielen Seitentrieben. Weil sie so kompakt bleibt, ist sie perfekt für den Kübel. Die Früchte eignen sich zum Frischverzehr und für die Verarbeitung, zum Beispiel zu Passata (ein echter Hingucker). Die Haupternte fällt in den August und September. Nach der ersten Ernte legen sich die Triebe nach und nach auf den Boden, das dichte Laub öffnet sich, und die Früchtchen leuchten aus der Pflanze hervor.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Culinaris

Meine Erfahrung

Standort bei mir: Quadratbeet, vordere linke Ecke, Freiland
Wuchshöhe bei mir: rund 90 cm (statt der angekündigten 50 cm), Platzbedarf etwa 90 × 90 × 90 cm
Erste Ernte: 22. Juli
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 25 g
Ernte bis 1. September: 2,41 kg

Endlich eine, die begeistert! Die Vivaoro macht ihrem goldenen Namen alle Ehre: leuchtend goldgelbe Früchte, wüchsig, vital und mit einer wirklich üppigen Ernte. Ich glaube sogar, sie ist von allen meinen Sorten die erntereichste in diesem Jahr. 🥳

Geschmacklich ist sie allerdings wie die anderen Viva-Tomaten eher durchschnittlich. Sie ist okay, aber ein ausgeprägtes Aroma darfst du nicht erwarten.

Ein Wort zur Größe: Sie wächst bei mir auf der vorderen linken Ecke im Quadratbeet. Weil die Sortenbeschreibung sie mit 50 cm angibt, dachte ich, da ist sie gut aufgehoben. Tatsächlich ist sie mit 90 cm deutlich höher ausgefallen und braucht auch in die Breite ordentlich Platz, im Prinzip einen Raum von 90 × 90 × 90 cm. Das ist selbst für die Ecke eines Quadratbeets eigentlich zu viel.

Durch den üppigen Fruchtbehang ist sie außerdem richtig schwer geworden. Sie zwingt die Rankhilfe fast in die Knie, ich musste sie zusätzlich hinten im Beet anbinden. Bis jetzt ist sie prächtig gewachsen. Seit dem Wetterumschwung im August zeigen die Blätter allerdings braune Flecken (eventuell beginnende „Braunfäule“?), und es kommen kaum noch neue Blüten nach. Aber selbst wenn jetzt Schluss wäre: Mit dem, was ich schon geerntet habe, und den vielen grünen und halbreifen Früchten, die noch dranhängen, ist der Ertrag richtig gut.

Wenn du eine ertragsstarke, halbwegs kompakte Tomate suchst, bist du bei der Vivaoro goldrichtig. Ein zweites Mal würde ich sie aber nicht ins Quadratbeet setzen, sondern in einen Pflanzsack.

17. Mai
30. Mai
30. Mai
21. Juni
21. Juni
26. Juni
4. Juli
22. Juli
1. September

5. Vivarossa

Das sagt die Sortenbeschreibung

Kompakte Buschtomate, ca. 50 cm hoch
Frucht: kleine, rote, runde Früchte mit ca. 25 g
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Auch Vivarossa ist eine ertragreiche Buschtomate, mit kleinen roten Früchtchen und angenehmer Konsistenz. Sie bildet bodennahe, lange Triebe und ein eher lockeres Blattwerk, dadurch lässt sie sich super leicht ernten. Die etwa 25 g schweren Früchte kannst du frisch naschen oder verarbeiten, zum Beispiel als eingekochte ganze Früchte. In der Küche geben sie vielen Gerichten eine pikante, herbe Note. Die Haupternte ist im August und September. Vivarossa hat eine hohe Feldresistenz gegen die Kraut- und Braunfäule und darf deshalb ungeschützt ins Freiland. Sie wird nicht ausgegeizt und muss nicht angebunden werden. Über gute Nährstoffe und gleichmäßiges Wasser freut sie sich, sie kommt aber auch mit weniger gut zurecht.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Culinaris

Meine Erfahrung

Standort bei mir: Quadratbeet, vorne Mitte rechts, Freiland
Wuchshöhe bei mir: rund 90 cm (statt der angekündigten 50 cm)
Erste Ernte: 22. Juli
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 30 g
Ernte bis 6. September: 2,1 kg

Die rote Schwester der Vivaoro ähnelt ihr in fast allem. Auch sie ist mit 90 cm deutlich höher geraten als die angekündigten 50 cm und wächst mir damit ebenfalls zu hoch und zu ausladend fürs Quadratbeet, auch wenn sie eine Spur zierlicher bleibt als die Vivaoro.

Beim Ertrag steht sie ihr kaum nach, auch die Vivarossa trägt absolut üppig. Was mir besonders gefällt: Ihre Früchte sind etwas größer. Mit 30 g hast du schon eine richtige kleine Salattomate in der Hand. 🍅

Geschmacklich ist sie, wie alle Viva-Tomaten bei mir, durchschnittlich. Dafür ist der Wuchs kerngesund, von Kraut- und Braunfäule bislang keine Spur.

17. Mai
26. Juni
26. Juni
18. Juli
22. Juli
1. August
3. August
1. September

6. Mexikanische Honigtomate

Das sagt die Sortenbeschreibung

Stabtomate, über 200 cm hoch
Frucht: rote, kugelrunde Früchte mit ca. 30 g
Reifezeit: ca. 55 Tage von der Befruchtung bis zur Ernte
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Die Mexikanische Honigtomate gilt als eine der süßesten Tomaten überhaupt. Sie soll sehr reichtragend sein, besonders, wenn frau sie mehrtriebig zieht. Nur die Haut ist weich und dünn, dadurch neigt sie zum Platzen.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Irinas Tomaten

Meine Erfahrung

Standort bei mir: 30-Liter-Pflanzsack vor der Hausmauer, unter dem Dachüberstand (geschützt)
Wuchshöhe bei mir: über 2 m
Erste Ernte: 22. Juli
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 10 g
Ernte bis 1. September: 1,11 kg

Den Samen habe ich über den Samentausch in meinem Quadrat-Garten-Club von einer Teilnehmerin bekommen, und seit ich die Mexikanische Honigtomate letztes Jahr zum ersten Mal probiert habe, gehört sie zu meinen absoluten Lieblingen. 💚 Die Früchte sind knallrot, kugelrund und einfach extrem lecker. Sie schmeckt herrlich süß und dabei auch richtig aromatisch.

Ein Fest fürs Auge ist sie obendrein: Die Früchte reifen an der Rispe nach und nach ab, sodass du dunkelrote, orange, gelbe und grüne Früchtchen an ein und derselben Rispe siehst. 🍅

Dazu wächst sie sehr gesund und unkompliziert, sie braucht aber wirklich ordentlich Platz. Für den Pflanzsack mit Rankhilfe ist sie fast ein bisschen groß. Es funktioniert, aber an einem Spalier entlanggezogen wäre sie sicher noch besser aufgehoben. Ihr üppiger Wuchs braucht außerdem ordentlich Wasser: Sie ist die Erste, die die Blätter hängen lässt, wenn ich beim Gießen mal nicht zügig hinterherkomme.

Beim Ertrag bin ich rundum zufrieden: Bis zum 1. September habe ich 1,11 kg geerntet, was für die kleine Fruchtgröße völlig in Ordnung ist, und es hängt noch jede Menge dran. Ich tippe, dass wir mit dieser einen Pflanze am Ende auf an die 2 kg kommen.

Für nächstes Jahr ist sie schon fest eingeplant. Dann will ich sie zum ersten Mal im Freiland ins Quadratbeet an die Rankhilfe setzen. Bisher habe ich das vermieden und sie lieber geschützt gestellt, weil ihre Fruchthaut sehr dünn ist und deshalb leicht aufplatzt. Genau das habe ich beim Wetterumschwung Mitte August auch gemerkt: Als es feuchter wurde, sind mir ein paar ältere Früchte, die schon etwas zu lange hingen, aufgeplatzt. Aber das war kein Vergleich zur Platzfreudigkeit der Vivaroma.

Mein Fazit ist eindeutig: Wenn ich nur eine einzige Tomate anbauen dürfte, dann fiele meine Wahl aktuell immer auf die Mexikanische Honigtomate. 💚

17. Mai
31. Mai
21. Juni
21. Juni
4. Juli
30. Juli
1. August
3. August
22. August

7. Black Cherry

Das sagt die Sortenbeschreibung

Stabtomate, über 250 cm hoch
Frucht: schwarz-rote, runde Früchte mit ca. 15-30 g
Reifezeit: ca. 55-60 Tage von der Befruchtung bis zur Ernte
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Die Black Cherry ist eine faszinierende Sorte aus den USA, seit etwa 2003 auf dem Markt und bis heute weltweit beliebt. Mit ihren 55 bis 60 Tagen Reifezeit gehört sie zu den frühen Sorten und ist damit ein toller Kandidat fürs Freiland. Die Pflanzen werden beeindruckende 250 cm hoch und tragen an langen Rispen oft mehr als 15 Früchte, jede etwa 3 bis 4 cm groß.

Das dunkle Rotbraun macht sie nicht nur zum Augenschmaus, sondern auch geschmacklich zur Delikatesse. Das Fruchtfleisch ist saftig und weich, die Haut zart und nicht ganz platzfest. Der Geschmack ist wunderbar aromatisch, fruchtig-süß mit einer feinen säuerlichen Note. Sie vereint das rauchige Aroma dunkler Tomaten mit der Süße einer richtig guten Cherrytomate. Ihren Namen verdankt sie übrigens dem US-Züchter Vince Sapp, der leider nicht mehr miterleben durfte, wie seine Kreation rund um die Welt in Gärten und Küchen einzog.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Culinaris

Meine Erfahrung

Standort bei mir: 30-Liter-Pflanzsack, Freiland
Wuchshöhe bei mir: über 2 m, meine höchste Tomate (kommt an die 2,50 m heran)
Erste Ernte: 26. Juli
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 15 g
Ernte bis 1. September: 637 g

Meine Black Cherry habe ich eintriebig gezogen. Sie wächst straff aufrecht und wird von der Rankhilfe gestützt, und sie ist tatsächlich meine mit Abstand höchste Tomate in diesem Jahr, sie kommt an die 2,50 m heran.

Die erste Ernte hatte ich am 26. Juli. Ganz ehrlich: Für ihr Fruchtgewicht und die Größe der Pflanze finde ich die Erntemenge eher bescheiden. Dafür ist ihre Farbe ein echter Hingucker, dieses dunkelgrün bis fast schwarz überhauchte Rot. In Kombination mit gelben und roten Sorten macht so eine dunkle Tomate richtig was her.

Geschmacklich ist sie sehr lecker. Die Haut ist etwas fester und stabiler, und aufgeplatzt ist mir bisher kaum eine. Sie ist nicht so süß wie die Mexikanische Honigtomate, aber ebenso aromatisch und fein. Eintriebig gezogen wäre sie durchaus auch ein Kandidat für die hintere Ecke im Quadratbeet.

Die Black Cherry ist zu Recht eine sehr beliebte Sorte für den Hausgarten. Mir ans Herz gelegt hat sie eine meiner Clubgärtnerinnen, die immer auf der Suche nach richtig aromatischen Tomaten ist.

17. Mai
21. Juni
16. Juli
22. Juli
3. August

8. Grandma Mary’s Paste (Mom’s Paste)

Das sagt die Sortenbeschreibung

Buschtomate, ca. 100 cm hoch
Frucht: rote, ovale, mittelgroße Früchte mit 80-150 g
Reifezeit: ca. 75 Tage von der Befruchtung bis zur Ernte
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Diese amerikanische Soßentomate mit italienischen Wurzeln soll einen Ertrag von etwa 4 kg pro Pflanze bringen. Die Angaben zum Fruchtgewicht schwanken ziemlich stark. Einig ist man sich aber beim Geschmack der Soße: der soll herausragend sein. Soßentomaten schmecken roh übrigens meist eher fade, ihren vollen Geschmack entwickeln sie erst beim Erhitzen.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Irinas Tomaten, Tomatenzauber, Der Tomatenflüsterer

Meine Erfahrung

Standort bei mir: 30-Liter-Pflanzsack, geschützt unter dem Dachüberstand
Wuchshöhe bei mir: rund 100 cm
Erste Ernte: 3. August
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 100 g
Ernte bis 1. September: 1,01 kg

Auch die Mom’s Paste ist eine Empfehlung meiner Clubgärtnerin, und angebaut habe ich sie schon letztes Jahr. Damals stand sie bei mir im Freiland und war ausgerechnet die allererste, die von der Krautfäule dahingerafft wurde. Die war letztes Jahr ein riesengroßes Problem, bei fast allen meinen Tomaten. Dieses Jahr war ich etwas schlauer und habe sie gleich vorsichtshalber an einen geschützten Platz unter den Dachüberstand gestellt.

Die erste reife Frucht gab es am 3. August. Bislang wächst sie gesund und grün und hat noch reichlich Fruchtbehang. Weil sie eine Soßentomate ist, lässt sich ihr Geschmack roh kaum beurteilen. Ich habe die Früchte gehäutet, kleingeschnitten, gekocht und eingefroren, aber der eigentliche Geschmackstest steht tatsächlich noch aus, ich habe glatt vergessen, sie zu probieren. 🙈 Den reiche ich dir also noch nach.

17. Mai
31. Mai
21. Juni
21. Juni
4. Juli
4. Juli
22. Juli
3. August
22. August
22. August

9. Dattelwein

Das sagt die Sortenbeschreibung

Wüchsige Stabtomate (Wildtomate), bis ca. 200 cm hoch
Frucht: gelbe, oval-birnenförmige Cocktailtomaten mit 10-30 g
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Die Dattelwein ist eine alte, samenfeste Sorte mit wildem, natürlichem Wuchs und einem echten Faible fürs Massentragen. An üppigen Trauben bringt sie bis zu 100 kleine Früchtchen hervor. Ihre gelben, birnenförmigen Cocktailtomaten sind platzfest und schmecken herrlich süß, fruchtig-aromatisch und mild, ohne viel Säure. Damit sind sie wunderbare Naschtomaten für Groß und Klein. Sie lässt sich ein- oder mehrtriebig ziehen und gedeiht zuverlässig im Freiland, im Gewächshaus oder im größeren Topf. Ein robuster, unkomplizierter Dauerträger.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Culinaris, Bingenheimer Saatgut

Meine Erfahrung

Standort bei mir: 30-Liter-Pflanzsack, Freiland
Wuchshöhe bei mir: über 2 m
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 6 g
Ernte bis 6. September: 410 g

Die Dattelwein ist die ideale Snacktomate und ein absoluter Hingucker. Sie ist eine sogenannte Multiflora-Tomate, das heißt, an einer einzigen Rispe reifen extrem viele Früchte, bis zu 100 sollen es sein. Nachgezählt habe ich sie ehrlich gesagt nicht, aber gut möglich ist es.

Die Früchte reifen an der Rispe allerdings nach und nach über einen langen Zeitraum. Du erntest also nicht auf einen Schlag besonders viel, sondern jeden Tag ein paar kleine Tomätchen. Mit 6 g sind sie wirklich winzig. Und ganz birnchenförmig, wie ich es mir vorgestellt hatte, sind sie bei mir nicht geworden, eher kleine, eiförmige Früchtchen. Dafür sind sie herrlich süß und einfach niedlich. Für Kinder finde ich sie super, die können sich im Vorbeigehen immer wieder eine wegnaschen. 😊

Es ist eine echte Freude, erst diese Blütenfülle an der Rispe zu sehen und dann die kleinen Tomaten, die nach und nach reif werden. Beim Gesamtertrag wird es nicht wahnsinnig viel: 410 g bisher, das ist eher wenig. Die Mexikanische Honigtomate, die von der Fruchtgröße ähnlich klein ist, liefert da deutlich mehr. Aber die Dattelwein blüht noch fleißig weiter, ich bin gespannt, was am Ende zusammenkommt. Ganz genau lässt sich das ohnehin schwer sagen, denn im Vorbeigehen pflückt man immer wieder eine, und die wandert natürlich nicht auf die Waage.

Ein Teil der Ernte ist mir außerdem verloren gegangen: Eine komplette Blütenrispe ist mir förmlich verbrannt. Die erste Rispe hatte schon kleine Tomaten angesetzt, die zweite blühte gerade, als es bei uns Ende Juni so heiß und sonnig wurde. In dieser sengenden Junisonne sind die Blüten offenbar verbrannt, sie wurden nicht befruchtet und sind einfach eingetrocknet. Aktuell ernte ich noch von der ersten Rispe, inzwischen sind aber weitere dazugekommen, die ebenfalls Früchte tragen.

Bislang wächst sie ausgesprochen üppig und sehr gesund, sie bildet immer noch viele frische Triebe und neue Blüten. Ich finde sie richtig toll. Geschmacklich ist sie lecker, nicht ganz so süß und aromatisch wie die Honigtomate, aber eine wirklich nette kleine Tomate.

17. Mai
21. Juni
28. Juni
4. Juli
1. August
22. August

10. San Marzano Nano

Das sagt die Sortenbeschreibung

Buschtomate, ca. 100 cm hoch
Frucht: rote, längliche Flaschentomaten mit ca. 60 g
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Die San Marzano Nano ist die kompakte, buschige kleine Schwester der berühmten San-Marzano-Flaschentomate. Sie wächst schön gedrungen, braucht keine Stütze und kein Ausgeizen und ist damit ideal für den Pflanzsack und den Kübel. Die roten, länglichen Früchte sind fest, saftarm und haben viel Fruchtfleisch. Roh schmecken sie eher zurückhaltend, ihr volles Aroma entfalten sie erst beim Kochen. Genau deshalb sind sie perfekt für Soße, Suppe und Passata, da muss frau kaum etwas einreduzieren.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Irinas Tomaten, Biogärtnerei Christian Herb

Meine Erfahrung

Standort bei mir: 30-Liter-Pflanzsack vor der Hausmauer, unter dem Dachüberstand (geschützt)
Wuchshöhe bei mir: rund 1,20 m
Erste Ernte: 14. August
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 50 g
Ernte bis 1. September: 1,66 kg

Als ich gesehen habe, dass es die San Marzano auch in einer Nano-Version gibt, also kleinwüchsiger, war für mich klar: Die muss ich ausprobieren. Also habe ich mir den Samen besorgt.

Die San Marzano ist, ähnlich wie die Mom’s Paste, eine Soßentomate. Roh schmeckt sie nicht besonders, ihr Aroma entwickelt sie erst beim Kochen. Das war wohl auch der Grund, warum ich von einem früheren San-Marzano-Versuch ziemlich enttäuscht war. Bei mir hatte sich damals festgesetzt, dass San Marzano wärmere Regionen braucht, um richtig Aroma zu bekommen. Mein Fehler war eigentlich, dass ich sie auch frisch schon lecker erwartet hatte. Sie ist eben eine klassische Dosentomate, wird viel in Sizilien angebaut und bei uns in Dosen angeboten. Man kann sie aber auch selbst anbauen, und das funktioniert.

Durch ihre Fruchtgröße reift sie etwas später als die kleinen Cocktailtomaten. Mit 50 g ist sie zwar noch nicht riesig, hat aber genau die typische Größe, die man von der San Marzano aus der Dose kennt. Gewachsen ist sie schön kompakt und niedrig, genau wie erwartet, damit bin ich total zufrieden. Sie wächst supergesund und unproblematisch und hat ordentlich Früchte angesetzt. Die ersten habe ich geerntet, das erste Kilo ist voll, und es hängt noch einiges dran.

Wie bei der Mom’s Paste habe ich es auch hier ein bisschen verpennt, sie wirklich zu probieren, weil ich sie gleich eingekocht habe. Sie ist jetzt konserviert, den Geschmackstest reiche ich dir aber auf jeden Fall nach, ob sie genauso aromatisch ist wie die sizilianische aus der Dose.

Ehrlich gesagt ist mir das Einkochen inzwischen etwas zu viel Aufwand. Im Sommer möchte ich nicht allzu viel Arbeit mit dem Konservieren haben. Deshalb tendiere ich dazu, im nächsten Jahr keine Soßentomate mehr anzubauen und mich lieber auf wenige Sorten zu konzentrieren, die reichen, um sie frisch zu genießen. Für ein paar Teller frisch gekochte Tomatensuppe reicht es auch mit ein paar ganz normalen Tomatenpflanzen.

31. März
17. Mai
21. Juni
21. Juni
21. Juni
4. Juli
4. Juli
16. Juli
22. Juli
3. August
22. August
22. August
30. August

11. Sunrise Bumblebee

Das sagt die Sortenbeschreibung

Stabtomate, ca. 170-210 cm hoch
Frucht: mehrfarbige, längliche Cocktailtomaten mit 20-30 g
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Diese Sorte ist ein echter Farbklecks im Beet. Ihre Früchtchen reifen von grün-gestreift über blassgelb bis zu einem tieforange mit pink-roten Flecken, ein richtiges kleines Kunstwerk. Und der Geschmack kann mithalten: süß, fruchtig, sehr saftig und honigsüß. Die Pflanze ist wüchsig und produktiv, sie mag es, regelmäßig ausgelichtet, ausgegeizt und hochgebunden zu werden, sonst verbuscht sie schnell. Dafür belohnt sie dich mit jeder Menge bunter Cherrytomaten.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Irinas Tomaten, Biogärtnerei Christian Herb, Tomatenzauber

Meine Erfahrung

Standort bei mir: 30-Liter-Pflanzsack, Freiland
Wuchshöhe bei mir: über 2 m
Erste Ernte: 26. Juli
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 13 g
Ernte bis 24. August: 52 g

Die Sunrise Bumblebee war bei mir ein echter Nachzügler, sie ist erst am 26. März dazugekommen. Anfangs hat sie sich, ganz ähnlich wie die Vivagrande, nicht besonders gut entwickelt. Aber sobald so eine Pflanze erst mal ausgepflanzt im Pflanzsack steht, legt sie oft plötzlich richtig los, und genau so war es auch bei ihr.

Einen kleinen Unfall hatte sie allerdings noch: Ich hatte ihr zunächst keine Rankhilfe dazugestellt und sie nicht angebunden, und prompt ist sie mir bei einem Sturm böse abgeknickt. Schnell habe ich ihr eine Stütze gegeben und sie festgebunden, ein bisschen lädiert war sie da schon. Übelgenommen hat sie es mir aber nicht, jetzt wächst sie sehr schön und gesund.

Mit dem Fruchtansatz hadere ich dagegen noch, der ist bislang super mager. Ganze vier Früchte konnte ich bisher ernten, und so schön sie auch sind, das macht die kleine Menge nicht wett. Ich schaue mal, was dieses Jahr noch zusammenkommt.

Die Gelegenheit habe ich immerhin genutzt, um wieder frisches Saatgut zu ziehen, mir ging es vor allem darum, die Sorte nicht zu verlieren. Denn hübsch ist sie wirklich: der Kontrast aus dunklem Gelb-Orange mit dem roten Muster ist einfach toll. Bei vielen zweifarbigen Tomaten verschwimmen die Farben eher ineinander, hier stechen sie richtig hervor, das sieht sehr attraktiv aus. Und auch geschmacklich sind sie sehr lecker. Eine durchaus empfehlenswerte Sorte, die ich auf jeden Fall wieder anbauen möchte. 💚

26. Juli
26. Juli
24. August

12. Laura

Das sagt die Sortenbeschreibung

Zwergbuschtomate (Micro Dwarf), nur ca. 25-30 cm hoch
Frucht: rot-orange gestreifte Früchtchen, 4-5 cm, bis 15 g
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Die amerikanische Zwergtomate Laura wird gerade mal 25 bis 30 cm hoch und passt damit sogar auf die Fensterbank. Trotz ihrer Mini-Größe produziert sie Unmengen kleiner, rot-orange gestreifter Früchtchen. Der Geschmack ist fruchtig, süß und würzig, sie gehört zu den besten Zwergsorten überhaupt. Sie reift früh und ist perfekt für Topf, Kasten und Quadratbeet. Gezüchtet hat sie übrigens Mark Seabolt aus den USA und nach seiner Frau benannt.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Der Tomatenflüsterer

Meine Erfahrung

Standort bei mir: 10-Liter-Topf
Wuchshöhe bei mir: rund 30 cm
Erste Ernte: 26. Juli
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 15 g
Ernte bis 6. September: 1,1 kg

Die Zwergtomate Laura habe ich von einer lieben Gartenfreundin bekommen, im Tausch gegen eine Vivaroma. Weil ich eigentlich gar keinen Platz mehr für eine weitere Tomate hatte, habe ich mir bewusst eine besonders kleine ausgesucht, die einfach in einen Topf passt.

Und klein ist sie wirklich: Gerade mal an die 30 cm hoch ist sie geworden. Sie geht eher in die Breite und hängt ein Stück über den Topfrand. Ich könnte mir gut vorstellen, sie auch auf die Ecke eines Quadratbeets zu setzen, wo sie dann schön über die Kante wächst.

Begeistert bin ich vom enorm üppigen Fruchtansatz, und das für so eine winzige Pflanze. 🥳 Rund 1,1 kg habe ich schon geerntet, das ist für diese Größe richtig viel, und es hängt immer noch üppig etwas dran. Auch optisch sind die Früchte sehr hübsch: fast ein bisschen birnenförmig, leicht tailliert, mit einer kleinen Spitze unten, orange im Grundton und mit zarten roten Streifen darüber. Eine wirklich attraktive kleine Cocktailtomate.

Geschmacklich ist sie völlig in Ordnung. Herausragend süß oder aromatisch ist sie nicht, aber eine solide, leckere Tomate. Allein wegen ihrer Mini-Wuchsgröße und dem dafür enormen Ertrag ist sie es absolut wert, angebaut zu werden. Das war garantiert nicht das letzte Mal, dass ich die Laura im Garten hatte, nächstes Jahr probiere ich sie mal im Beet aus.

Nachtrag am 2. September: Leider ist die kleine ‘Laura’ nicht sehr freilandtauglich. Sie steht bei mir ungeschützt zwischen den Beeten und zeigt jetzt deutliche Anzeichen von Krautfäule an den Blättern und einigen Früchten. Ich werde die reifen Früchte und alles Kranke entfernen und den Topf geschützter platzieren. Mal sehen, ob sie sich wieder erholt.

13. Juni
18. Juli
14. August
1. September · Deutliche Krautfäule an Blättern und Früchten

13. Small Egg

Das sagt die Sortenbeschreibung

Wildtomate / Ampeltomate, weit verzweigt, ca. 120-140 cm
Frucht: hellrote, eiförmige Früchtchen, ca. 3 cm, 3-6 g
Samenfest: ja, du kannst eigenes Saatgut gewinnen

Small Egg trägt kleine, eiförmige Früchtchen, die aussehen wie winzige Wachteleier und zu Hunderten an der weit verzweigten Pflanze hängen. Der Geschmack ist süßlich und fruchtig-intensiv, eine klassische Naschtomate zum Vernaschen direkt an der Pflanze. Das Beste: Sie braucht weder Ausgeizen noch Stäbe. Am wohlsten fühlt sie sich als Ampelpflanze, die einfach herunterwachsen darf.

Samen zum Beispiel erhältlich bei: Irinas Tomaten, Rühlemann’s

Meine Erfahrung

Standort bei mir: 30-Liter-Pflanzsack, Freiland
Erste Ernte: 22. August
Durchschnittliches Fruchtgewicht bei mir: 2 g
Erntemenge: nicht gewogen

Small Egg ist eigentlich eine Ampeltomate. Das habe ich allerdings zu spät begriffen, mir wurde es nicht dazugesagt, oder ich konnte mich schlicht nicht mehr daran erinnern. Jedenfalls habe ich sie einfach wie meine anderen Tomaten in einen Pflanzsack gesetzt, eine Pflanzenstütze drumherum gestellt und versucht, sie aufzubinden. Denn Triebe und Blattmasse hat sie ohne Ende entwickelt.

Nur ist sie eben nicht besonders stabil im Wuchs, als Ampeltomate würde sie am liebsten nach unten hängen. Ihre Triebe sind alle sehr weich und leicht und würden wie eine Schleppe herunterfallen, wenn ich sie nicht aufgebunden hätte. Ein klarer Anbaufehler meinerseits, aber jetzt ist es, wie es ist, und ich lasse sie einfach wachsen. Ausgegeizt habe ich an ihr rein gar nichts, sie ist inzwischen ein einziger großer Wust.

Der Fruchtansatz kam sehr spät. Die ersten richtigen Tomaten habe ich am 22. August geerntet, ein, zwei einzelne rote hatte ich mir Anfang August schon mal in den Mund gesteckt. Auch jetzt sitzt zwar jede Menge Blattmasse an ihr, dazu viele Blüten und viele kleine grüne Fruchtansätze, aber sie werden nur sehr zögerlich rot. Ob ich davon noch groß etwas ernte, weiß ich ehrlich gesagt nicht, es scheint einfach sehr lange zu dauern. Es sei denn, sie überrascht mich und wird auf einen Schlag rot, aber daran glaube ich fast nicht.

Geschmacklich sind die kleinen Früchte sehr lecker. Meine Gartenfreundin hat es schön beschrieben: Es ist wie Tomaten-Kaviar. Du beißt drauf, und sie platzen dir im Mund auf, weil sie für so ein winziges Früchtchen eine erstaunlich feste Hülle haben. Dieses Aufploppen ist ein ganz besonderes Mundgefühl. Sehr lecker, und die Sorte ist einfach putzig. 😊

Nächstes Jahr will ich sie wirklich mal richtig als Ampeltomate ziehen. Ich nehme mir jetzt schon wieder Samen ab, damit ich sie im Bestand habe, und würde sie dann deutlich früher aussäen, damit sie auch früher zur Ernte kommt.

Nachtrag (6. September): Inzwischen hat die Small Egg so richtig Fahrt aufgenommen. Sie bildet eine große Blattmasse, und es werden jetzt richtig viele der kleinen Früchte rot. Weil sie so ausladend wird, habe ich den Pflanzsack kurzerhand auf einen Stuhl gestellt und die Triebe über die Lehne gelegt, sodass sie schön herunterhängen können. Das klappt bis jetzt richtig gut.

Und der Geschmack erst! Die kleinen Früchte sind so unglaublich lecker, dass ich sie sogar noch einen Tick besser finde als meine geliebte Mexikanische Honigtomate. Winzig sind sie allerdings wirklich, eine echte Naschtomate, die du dir am besten direkt draußen von der Pflanze in den Mund steckst. Genau das mache ich auch ganz fleißig: Sie steht ja mitten zwischen den Beeten, und wann immer ich dort zu tun habe, wandert eine nach der anderen in meinen Mund. 😋

1. August
3. August
22. August
1. September
1. September
5. September

Und jetzt heißt es: Ernten, ernten, ernten 🍅

Aus meinen elf geplanten Sorten inklusive ‘Goldita’ sind über die Nachsaat und zwei geschenkte Pflänzchen am Ende dreizehn geworden, nur eben ohne Goldita. Und jetzt, Ende August, kann ich schon sagen: Bis hierher haben sich alle prima entwickelt, und es gibt richtig viel zu ernten. 🥳 Wie viel genau bei welcher Sorte, das ergänze ich dir oben nach und nach.

Wie es weitergeht, hängt jetzt aber vom Wetter ab. Es ist gerade spürbar kühler und regnerischer geworden, und genau da wird es spannend: Können meine Freilandsorten jetzt ihre Stärke ausspielen? Ich bin gespannt, wie sich die Tomaten bis in den Herbst und bis zum ersten Frost weiterentwickeln, und halte dich hier auf dem Laufenden.

Du möchtest selbst Tomaten ohne Gewächshaus ziehen? Dann schau in meinen Ratgeber „Tomaten im Freiland“. Dort steht alles Grundsätzliche: die robusten Sorten, die Anzucht von der Aussaat bis zur Jungpflanze, das Abhärten, das Auspflanzen und was der Kraut- und Braunfäule wirklich das Leben schwer macht.

Welche Tomaten wachsen dieses Jahr bei dir? Schreib es mir gern in die Kommentare, ich freue mich über jeden Sorten-Tipp. 💚 Und falls du Lust hast, seltene Sorten zu tauschen: In meinem Quadrat-Garten-Club gibt es dafür unseren Samentausch, dort ist auch die Mexikanische Honigtomate zu mir gekommen.

Let's grow – Quadrat für Quadrat! 😄

Deine Gartentanja 💚

Tanja Tomaske, Gartentanja

Hallo, ich bin Tanja

Seit 2013 ziehe ich mein Gemüse in meinen Quadratbeeten groß, mitten im Freiland und ohne Gewächshaus. Auf diesem Blog teile ich ehrlich, was bei mir funktioniert und was nicht, damit du mit wenig Platz und wenig Zeit deine eigene Ernte einfährst.